Bohrspülung und Wasser

In der Horizontalbohrtechnik ist entweder Leitungswasser oder Oberflächenwasser Ausgangsstoff für das Herstellen der Bohrspülungen. Dieses Wasser liegt in sehr unterschiedlicher Beschaffenheit vor und muss deshalb für eine optimale Spülungsqualität teilweise aufbereitet bzw. konditioniert werden. Bentonite benötigen einen pH-Wert von mindestens 7 – 9 und nicht zu hartes Wasser, um optimal zu quellen.

pH TestpH-Wert
Der pH-Wert kann auf der Baustelle mit einfachen Papier-Teststreifen gemessen werden:

- pH-Teststreifen für mindestens 30 sek in das zu prüfende Wasser    halten

- anhaftende Flüssigkeit vom Teststreifen abschütteln und die Farbveränderung der Indikatorfelder mit der Skala auf der Packung vergleichen

- Farbskala mit der größten Übereinstimmung entspricht dem pH-Wert des Wassers

Bei einem pH-Wert unter 7 muss das Wasser durch Zugabe von Soda in den alkalischen Bereich gebracht werden. In der Regel reichen 0,2 bis 0,4 kg/m³. Nach Zugabe pH-Wert kontrollieren!

Hartes Wasser
Hartes Wasser behindert durch die vorhandenen Calcium-Ionen die Hydratation und Dispersion der Bentonite. Dies äußert sich in höherem Bentonitverbrauch, höherem Polymerbedarf, geringerem Viskositätsaufbau und zum Teil auch im Ausflocken des Bentonits. Darüber hinaus verschlechtert die Calciumkonzentration die Filtrationseigenschaften der Spülung. Auch hier kann durch Zugabe von Soda Abhilfe geschaffen werden. Die freien Calcium-Ionen werden durch das Soda gebunden und als unlösliches Calciumcarbonat ausgefällt.

Die Bestimmung der Wasserhärte kann auf der Baustelle ebenfalls mit Papier-Teststreifen erfolgen.

- Teststreifen für die auf der Packung angegebene Zeit (in der Regel 1 Sekunde) in das zu prüfende Wasser halten

- anhaftende Flüssigkeit vom Teststreifen abschütteln und nach 1 Minute das Farbmuster der Indikatorzone auf dem Teststreifen mit der Farbskala bzw. den Farbfeldern auf der PackWasserhärte Testung vergleichen

- Farbskala mit der größten Übereinstimmung entspricht dem Gesamthärte bzw. Carbonathärte des Wassers

Sinnvoll ist entweder die Bestimmung der Gesamthärte und der Carbonathärte des Wassers oder nur der Carbonathärte des Wassers. 

Zur Reduzierung der Carbonathärte um 1 °d sind etwa 20 g Soda pro m³ erforderlich.

Wasserhärte

  • Wasserhärte < 10° d  ideales Anmischwasser
  • Wasserhärte  10° d  bis 20° d  -  Zugabe von Soda dringend zu empfehlen
  • Wasserhärte > 20° d  kritisch, in jedem Fall Soda zugeben

 

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